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Frank Serpico - Die wahre Geschichte des Whistleblowers

Frank Serpico - Die wahre Geschichte des berühmten Whistleblowers

Der idealistische Polizist Frank Serpico wird schlagartig berühmt, als er 1971 öffentlich die systematische Korruption in der New Yorker Polizei den Pranger stellt. Er steht damals mit dem Rücken zur Wand und kann sich vor Anfeindungen kaum retten. Erst wenige Monate zuvor hat er um Haaresbreite eine lebensgefährliche Schussverletzung im Dienst überlebt, die nie vollständig aufgeklärt wird. 1973 verfilmt Sidney Lumet mit dem gleichnamigem Filmklassiker seine Geschichte und macht ihn zur Legende. In diesem Dokumentarfilm erzählen Frank Serpico und seine damaligen Weggefährten nun 50 Jahre später von der wahren Geschichte eines mutigen Whistleblowers, der aus Idealismus den Alleingang gegen ein korruptes Polizeisystem wagte.

Frank Serpicos Gerechtigkeitssinn ist bereits in jungen Jahren sehr ausgeprägt. Später wählt er eine Laufbahn als Polizist, um seinen Mitmenschen und der Gesellschaft zu helfen. Doch seine exzentrische Art und sein Lebenswandel sind vielen seiner konservativen Polizeikollegen damals nicht geheuer. Serpico eckt jedoch nicht nur mit seiner äußeren Art an, er weigert sich in den 1960er Jahren als junger Polizist auch, die in New York City üblichen Schweige- und Bestechungsgelder anzunehmen. Millionen US-Dollar landen damals jedes Jahr in den Taschen seiner korrupten Kollegen, die ihren Dienst oft lieber verschlafen, statt in der Gemeinde Streife zu fahren. Serpico hält mit seiner Kritik nicht hinter dem Berg – und wird jahrelang gemobbt und strafversetzt.       

Der idealistische Polizist ist sich sicher, dass nicht nur die Streifenpolizisten Teil dieses korrupten Polizeiapparats sind, sondern auch deren Vorgesetzten. Schnell werden Serpico Misstrauen, Anfeindungen und sogar Morddrohungen zuteil. 1971 erleidet er im Dienst eine lebensgefährliche Kopfschussverletzung, deren Umstände bis heute ungeklärt sind. Er entscheidet sich, an die Presse zu gehen und eröffnet den öffentlichen Kampf gegen die Korruption in der New Yorker Polizei. Ein Bestseller und Sidney Lumets Kriminalfilm „Serpico“, in dem Serpico von Al Pacino verkörpert wird, verwandeln den New Yorker Polizisten in eine lebende Legende – doch der echte Frank Serpico zahlt für diesen Ruhm einen hohen Preis.     

In dieser Dokumentation erzählt er seine Lebensgeschichte als Polizist und Whistleblower Frank Serpico, der trotz vieler Widerstände den Alleingang gegen die Korruption in der New Yorker Polizei wagte. Im Film besucht der mittlerweile 81-jährige Frank Serpico wichtige Orte seines Lebens, stellt aus diesem Schlüsselszenen nach und erzählt offen aus seiner bewegten Vergangenheit. Aufschlussreiche Interviews mit seinen Wegbegleitern, Fotos und seltene Archivaufnahmen zeichnen dabei ein facettenreiches Bild eines Mannes, der sich seine Integrität und seinen Idealismus zeitlebens bewahrt hat.     

Biographie Frank Serpico

Der 1936 in Brooklyn, New York City, geborene Francesco Vincent "Frank" Serpico ist der Sohn italienischer Auswanderer und träumt bereits als Kind davon, Polizist zu werden. Mit 18 Jahren tritt er in die US-Army ein und ist zwei Jahre lang in Südkorea stationiert. 1959 geht er zum New York City Police Department und beginnt dort seine Karriere als Streifenpolizist. Der exzentrische Serpico macht sich als Zivilfahnder in Brooklyn und der Bronx schnell einen Namen - erlebt dort aber auch die Schattenseiten der Polizeiarbeit: Missbrauch von Gewalt und Korruption. Da er nicht Teil dieser sein will, wird er unter seinen Kollegen rasch zum unbeliebten Außenseiter. Nach einer lebensgefährlichen Schussverletzung und seiner Aussage vor der "Knapp Commision", die die Korruption in der New Yorker Polizei untersuchen soll, scheidet er bereits 1972 aus dem Polizeidienst aus und zieht sich nach Europa zurück. Nach dem Tod seiner vierten Ehefrau kehrt Serpico 1980 nach New York City zurück, wo er sich bis heute für Bürgerrechte und gegen Korruption einsetzt.

Daten und Fakten

Produktionsland USA
Produktionsjahr 2017
Regie Antonino D'Ambrosio
Originaltitel Frank Serpico
Laufzeit 90 Minuten

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