Video: Die Schmuggelmafia / Trailer
Die Schmuggelmafia - ein skrupelloses Geschäft (Foto: )
Die Schmuggelmafia bei RTL Crime (Foto: )
RTL Crime: Die Schmuggelmafia (Foto: )
Die Schmuggelmafia: Nelufar Hedayat (Foto: )
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Die Schmuggelmafia - ein skrupelloses Geschäft


DEUTSCHLANDPREMIERE

Sonntag 20:15 Uhr
Montag 13:00 Uhr (Wdh.)

Exotische Tiere, Organe, Sex oder gar Menschen – für Geld ist auf den Schwarzmärkten der Erde alles zu haben. International operierende Netzwerke aus Schmugglern, skrupellosen Menschenhändlern und mächtigen Hintermännern verdienen jährlich Milliarden in der Schattenwirtschaft, ohne auf Gesetze, Moral oder die Umwelt zu achten. In der achtteiligen Doku-Reihe „Die Schmuggelmafia – Ein skrupelloses Geschäft“ folgen die preisgekrönte britische Journalistin Nelufar Hedayat und ihr erfahrenes Team investigativ den Spuren der Täter, Kunden und Opfer. Jede der thematisch abgeschlossenen Episoden nimmt dabei eine „Ware“ des internationalen Schwarzmarkts ins Visier: facettenreich, packend und augenöffnend.

Egal, ob es sich um Waffen, gefälschte Medikamente, vom Aussterben bedrohte Tiere oder Kinder handelt – Kriminelle weltweit kennen keine Skrupel, wenn es darum geht, auf den internationalen Schwarzmärkten das ganz große Geld zu verdienen. In der globalisierten Welt fallen alle Tabus, da sich heutzutage alles zu Geld machen lässt. Und obwohl die mächtigen Hintermänner dieser milliardenschweren Schattenwirtschaft kriminell handeln, ohne mit der Wimper zu zucken, sind einfache Schmuggler in einigen Ländern manchmal selbst nur die Opfer ihrer prekären Lebensumstände – und dafür oft die Politiker und Polizisten, die diesen Sumpf eigentlich trockenlegen müssten, korrupt und Teil des Problems.

Die Thematik ist komplex und die Zusammenhänge sind undurchsichtig, da auf einigen Handelsfeldern legale und illegale Geschäfte kaum voneinander zu unterscheiden sind: Der legale Markt, die Schattenwirtschaft und die Grauzonen dazwischen – auf die eine oder andere Art sind sie alle verbunden. Dies muss auch die britische Journalistin Nelufar Hedayat während ihre Arbeit an der investigativen Doku-Reihe „Die Schmuggelmafia – Ein skrupelloses Geschäfts“ feststellen:

„I started this and I thought I knew who the good guys and the bad guys were, and then slowly, slowly, person by person, those assumptions were peeled away“.

Gemeinsam mit dem preisgekrönten Kameramann Nick Read und einem Filmteam, das bereits in Kriegsgebieten Erfahrung gesammelt hat, macht sich Nelufar Hedayat in den acht Episoden von „Die Schmuggelmafia – Ein skrupelloses Geschäft“ auf die Suche nach den illegalen Warenströmen, den Tätern und den Opfern der internationalen Schattenwirtschaft. Die erfahrene britische Journalistin und ihr Team decken Hintergründe dieser kriminellen Machenschaften auf und beleuchten menschliche Schicksale, die mit ihnen verbunden sind.

Brillant fotografiert, erzählt die vom zweifachen Oscar-Preisträger Simon Chinn produzierte Doku-Reihe „Die Schmuggelmafia – Ein skrupelloses Geschäft“ in acht Episoden eindringlich von Dingen, für die es eigentlich keinen Preis geben sollte – und davon, was passiert, wenn die menschliche Gier obsiegt.

EPISODENGUIDE
EPISODE #1 
Die britische Journalistin Nelufar Hedayat begibt sich auf die Spuren des illegalen Nashorn-Handels. Ihre Reise beginnt in Vietnam, wo der Schwarzmarkt für das Horn der bedrohten Tiere floriert, da ihm seit Jahrhunderten medizinische Eigenschaften zugesprochen werden. Skrupellose Händler und Schmuggler profitieren davon, dass sich die Reichen gerne mit diesem Statussymbol schmücken oder sogar als vermeintliche Droge in exklusiven Nachtclubs zu sich nehmen. Es gelingt Hedayat, Kontakte zu Mittelsmännern zu knüpfen, die das begehrte Horn über dunkle Kanäle aus Südafrika ins Land schmuggeln. In Johannesburg trifft sie auf die Ranger des Krüger-Nationalparks, die sich im Krieg mit den Wilderern befinden und beinah täglich auf brutal zugerichtete Nashörner im Wildschutzgebiet stoßen. Der weltweite Handel mit dem Horn ist ein lukratives Millionengeschäft, in dem mächtige Hintermänner, korrupte Behörden und perspektivlose Jugendliche agieren – Betroffen muss Hedayat erkennen, dass dabei die Leben der Menschen und der Tiere nicht viel zählen.

EPISODE #2 
Die britische Journalistin Nelufar Hedayat reist nach China, um dem illegalen Handel mit Schuppentieren auf den Grund zu gehen. Bis zu 100.000 dieser vom Aussterben bedrohten Säugetiere werden jährlich auf dem Schwarzmarkt gehandelt, da ihnen vor allem in Asien medizinische Eigenschaften zugeschrieben werden und Schuppentiere dort als Statussymbole gelten. Hedayat und ihr Team folgen den Spuren der kriminellen Händler nach Vietnam und sind erstaunt, als sie dort unerwartet auf kleine Familienbetriebe stoßen, die sich mit dem Handel von Schuppentieren finanziell über Wasser halten. In Indonesien begleitet die Journalistin kurz darauf arme Jäger, die Nacht für Nacht im Dschungel nach den scheuen Tieren jagen und dafür nur einen Hungerlohn erhalten. Die Profiteure dieses kriminellen Millionengeschäfts bleiben wie immer im Hintergrund. Selbst Razzien der indonesischen Polizei schrecken die Akteure nicht ab – Nelufar Hedayat vermutet deshalb, dass die milden Strafen das Schicksal der bedrohten Schuppentiere letztlich besiegeln werden.

EPISODE #3 
Die britische Journalistin Nelufar Hedayat begibt sich auf die Spuren des illegalen Organhandels. Ihre Reise beginnt in Kanada, wo ein nierenkranker Mann verzweifelt auf ein seltenes Spenderorgan wartet und in einem moralischen Dilemma steckt: Dürfen Menschen mit Organen handeln wie mit anderen Waren? Hedayat trifft auf Patienten mit weniger Vorbehalten, die denken, dass sie Menschen in ärmeren Ländern helfen, wenn sie von ihnen eine Niere kaufen. Die Journalistin erfährt, dass vor allem in Ländern wie Bangladesch der meist dubiose Organhandel blüht – und sieht bald mit eigenen Augen, welche folgenschweren gesellschaftlichen Auswirkung dieser auf finanzschwache Regionen hat: Armut und Perspektivlosigkeit werden auf dem Schwarzmarkt meist skrupellos ausgenutzt. In Indien gelingt es Hedayat, Ärzte und Händler mit versteckter Kamera bei ihrer zweifelhaften Arbeit zu filmen. Sie erkennt, dass ein dunkles Netzwerk diesen weltweiten Organhandel überhaupt erst ermöglicht – und Moral selten eine Rolle spielt, wenn es um Leben und Tod geht.

HINTERGRUND
NELUFAR HEDAYAT
Die 1988 in Kabul, Afghanistan, geborene Nelufar Hedayat ist eine preisgekrönte investigative Journalistin und TV-Präsentatorin, die seit Jahren für BBC, Channel 4 und „The Guardian“ aus den Krisenherden der Welt berichtet. Hedayats Themen kreisen oftmals um die Erlebnisse von Frauen, Kindern und Familien, die unter widrigen politischen Bedingungen leiden, da die Journalistin als Kind selbst aus dem kriegsgebeutelten Afghanistan fliehen musste. Nelufar Hedayat schrieb, produzierte und präsentierte BBC-TV-Produktionen wie „Shot for Going to School“ oder „Music, Money & Hip Hop Honeys“. Sie gestaltete Radioproduktionen für Radio 4 und BBC 1xtra, die sich kritisch mit jungen Selbstmordattentätern in Afghanistan sowie Religion und Ehe beschäftigten. Hedayats Debütfilm für die BBC, „Women War Weddings and Me“, wurde von Kritikern gefeiert und war ein internationaler Erfolg. Er gewann u.a. einen Broadcast Digital Award for Best Current Affairs’ Programme und wurde für den Grierson Award nominiert. Hedayat arbeitete 2014 für die renommierte Channel 4-Reihe „Unreported World“ und fertigte Filme zu Vietnam und Afghanistan an, die Aufsehen erregten und ihr u.a. eine Nominierung als „Journalist oft the Year“ einbrachten. Nelufar Hedayat schreibt regelmäßig für das Online-Magazin „GlamMonitor.com“, das sich kritisch mit den Schattenseiten der Mode- und Schönheitsindustrie befasst. Neben Englisch beherrscht sie drei weitere Sprachen: Farsi, Hindi und Dari.

KAMERA & REGIE NICK READ
Der britische Regisseur und Kameramann Nick Read ist ein preisgekrönter Dokumentarfilmer, der bereits in mehr als 60 Ländern gearbeitet hat und dabei häufig aus den Krisenherden dieser Welt berichtet. Für seine Filme wurde Read u. a. mit dem Foreign Press Association Award („Inside Israeli Jails“), dem Rory Peck Impact Award („Children of Mumbai“) und dem Creative Diversity Award for Best Documentary („Letting Go“) ausgezeichnet und war als Regisseur und Kameramann bereits dreimal BAFTA-Finalist. Eine starke visuelle Handschrift und ein emotionaler Erzählansatz zählen zu seinen Markenzeichen. Reads Debüt „The Condemned“ (2013), das sich mit einem russischen Gefängnis für Serienmörder beschäftigt, wurde auf mehr als zwanzig internationalen Festivals gezeigt, gewann den British Guild of Cameramen’s Award of Excellence und war Finalist der Grierson Awards. Reads Kino-Doku „Bolshoi Babylon“ feierte im Juni 2016 ihre Deutschlandpremiere.

PRODUZENT SIMON CHINN
Der britische Film- und TV-Produzent Simon Chinn ist zweifacher Oscar-Preisträger („Man on Wire“, 2009 und „Searching für Sugar Man“, 2013) und für seine visuell hochwertigen und packend erzählten Filme bekannt, die oft dokumentarische und fiktive Elemente vereinen. Chinns neue Produktionsfirma „Lightbox“ entwickelt seit 2014 Doku-Reihen und transmediale Projekte für u. a. Netflix, ESPN, Fusion, FX, Channel 4 und BBC2.